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Fachthemen

Für das Steinkohlenrevier Lugau/Oelsnitz wird auf Grundlage einer umfassenden Datenrecherche ein bereits bestehendes 3D-Modell des bergbaubeeinflussten Bereiches der Region aktualisiert und weiterentwickelt. Die Modellierung erfolgt mithilfe der 3D-Software GOCAD, die  bereits vielfach für komplexe geologische Fragestellungen erfolgreich angewendet wird. Ziel ist es, das Modell zur Visualisierung des Untergrundes (Geologie, Hydrogeologie, Tektonik, Grubengebäude) zu nutzen. Es dient auch als Voraussetzung für eine gesicherte Prognose des Grund- bzw. Grubenwasserwiederanstiegs im ehemaligen Steinkohlenrevier Lugau/Oelsnitz. Die Arbeit im Projekt GeoMAP bildet die Grundlage dafür, dass in den betroffenen Gemeinden auf eventuelle Spätfolgen des Bergbaus, wie Wasseraustritte an der Tagesoberfläche reagiert werden kann. Zudem sollen die im Projekt erworbenen Erfahrungen an Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit weitergegeben werden.

Poster Bergbaukonferenz
© LfULG 

Zwischenergebnisse:

Posterbeitrag des Projekts GeoMAP zur 11. Bergbaukonferenz aus dem Jahr 2020.

© LfULG, bearbeitet mit SKUA-GOCAD (Paradigm)

Der Lehrstuhl für Gebirgs- und Felsmechanik (Institut für Geotechnik) erarbeitet eine numerische Simulation zur Untersuchung der Auswirkung des Grubenwasseranstiegs auf die Bergbaufolgelandschaft Lugau/Oelsnitz.  Dabei soll eine hydromechanische Kopplung berücksichtigt werden, bei der die Auswirkungen des Grubenwasseranstiegs auf die Gebirgsstruktur untersucht werden. Somit lassen sich Aussagen über Hebungen und Senkungen im Gelände, sowie den Einfluss auf das Grund- und Oberflächenwasser treffen. Weithin soll eine Handlungsempfehlung zu geotechnischen Fragestellungen von Bergbaufolgelandschaften erstellt werden. Diese soll als Informationsgrundlage für Kommunen, Behörden und interessierte Parteien dienen.

© TU BAF, Institut für Geotechnik

Im Rahmen des vom Lehrstuhl für Technische Thermodynamik (Institut für Wärmetechnik und Thermodynamik) zu bearbeitenden Themenschwerpunkts soll eine mobile Wärmepumpenanlage zur Nutzung von anfallenden Grubenwässern entwickelt werden. Diese hat als Ziel die sich einstellenden Wärmeübertragerverunreinigungen zu untersuchen.

In diesem Rahmen werden mit dem mobilen Wärmeübertrager-Versuchsstand die Untersuchungen von „Vodamin II“ ergänzt und ausgebaut. Aufgrund der sehr mineralhaltigen Zusammensetzung kommt es im Betrieb der Wärmpumpenanlagen zu einer zum Teil starken Verschmutzung der Wärmeübertrager, was sich negativ auf den Wirkungsgrad der Anlage auswirkt. Die Versuchsanlage bietet die Möglichkeit der Untersuchung und Optimierung von Betriebsparametern und Komponenten. Weiterhin soll diese als Anschauungsobjekt bei Tagungen und Sonderausstellungen dienen. Unabhängig von der Versuchsanlage soll für die Studenten der TU Bergakademie Freiberg ein studienbegleitendes Zusatzzertifikat „Ingenieur für regenerative Energieanlagen und Ressourcenmanagment“ profiliert und angeboten werden.

© TU BAF, Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik

Zwischenergebnisse:

Das Institut für Wärmetechnik und Thermodynamik hat einen Teil seiner Ergebnisse aus dem Projekt GeoMAP in der "ACAMONTA - Zeitschrift für Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg" veröffentlicht.

Das Ziel der Arbeit des tschechischen Projektpartners an der TU Ostrava ist es, eine Infrastruktur zu schaffen, welche die Demonstration der Anforderungen beim Überwachen und Interpretieren von Bergbaufolgeregionen ermöglicht. In der ehemaligen Tagebauregion Most mit dem Moster See können sich interessierte Besucher mit dem Ablauf geologischer Untersuchungen vertraut machen. Weiterhin werden die geotechnische Überwachung, die Messung des Grundwasserpegels sowie Probenahmen und die Ermittlung anderer geologischer und geotechnischer Parameter vorgestellt. Die Modellregion Most ist der ideale Rahmen für dieses Vorhaben.

© TU Ostrava

Zwischenergebnisse:

 

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